Textgestützte Workshops

//Textgestützte Workshops//

Diese Workshops sind Teile einer Reihe, die je einen "Klassiker" behandelt, der in der 68er Bewegung eine große Rolle gespielt hat. Bei jedem dieser Workshops wird es im Vorfeld eine kurze Zitatsammlung geben, mit deren Hilfe Du Dich auf den Workshop vorbereiten kannst.

2.5. 14.00-16.00
Textgestützte Workshop: Transformation der Demokratie: Johannes Agnoli

Mit: Barbara Agnoli, Wolf-Dieter Narr
Johannes Agnolis „Transformation der Demokratie“ hat wie keine andere Veröffentlichung eine theoretische Grundlage für die Staats- und Parlamentarismuskritik der 68er gelegt. Die These: Der Parlamentarismus und der soziale Kompromiss der Nachkriegszeit sind dem Kapitalismus entsprechende Herrschaftstechniken, die „Utopie der Freien und Gleichen“ (Marx) kann nicht als Gesetzesvorlage in den Bundestag eingebracht werden.



2.5. 16.15-18.15
Textgestützter Workshop: Zivilgesellschaft und Hegemonie: Die Wiederentdeckung Antonio Gramscis

Mit: Sabine Kebir, Jörg Schindler
Der italienische Kommunist Antonio Gramsci versuchte nach der Oktoberrevolution 1917 zu erklären, warum die lohnabhängig Beschäftigten in den westeuropäischen Ländern nicht dem russischen Beispiel folgend erfolgreich gegen den Kapitalismus revoltierten. Um eine Antwort auf die Frage zu finden, wieso die Beherrschten den bestehenden Verhältnissen zustimmen, entwickelte er das Konzept der Hegemonie, verstanden als „Konsens gepanzert mit Zwang“.



4.5. 10.00-12.00
Textgestützter Workshop: 68-Klassiker neu gelesen: Wilhelm Reich – Die sexuelle Revolution

Mit: Bernd Nitzschke
Wilhelm Reich galt den 68ern als der Vermittler von Psychoanalyse und Marxismus. Der Titel eines seiner Bücher wurde zu einem Schlagwort für die 68er Bewegung: „Die sexuelle Revolution“. Im Workshop wird zunächst die Biographie Reichs im Zusammenhang mit seinem Werk vorgestellt. Daran anschließend werden Reichs Thesen anhand von Zitaten aus dem genannten Buch verdeutlicht und deren Rezeption durch die 68er diskutiert



2.5. 14.00-16.00
Textgestützter Workshop: 68-Klassiker neu gelesen: Rosa Luxemburg – Sozialreform oder Revolution

Mit: Christine Buchholz, Hartmut Henicke
Bei ihrer Suche nach einem wirklich demokratischen Sozialismus war Rosa Luxemburg für die 68er eine der wichtigsten Theoretikerinnen. Sie widersprach der Position Bernsteins, dass man den Sozialismus schrittweise über das Parlament einführen könne. Stattdessen betonte sie, dass die Kämpfe um Reformen nur dazu dienen, die Lebensbedingungen zeitweise zu verbessern und Erfahrungen zu sammeln für den Kampf um die Abschaffung des Kapitalismus.